FAQ zur SoLaWi

Die häufigsten Fragen zur SoLaWi haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Was sind die Vorteile?

Vorteile für die Ernteteiler*innen:

  • Erntefrische, saisonale und regionale Lebensmittel
  • Mitbestimmung in der Auswahl der angebauten Gemüse
  • Ein transparenter Überblick zu den Kosten der Gärtnerei im jährlichen Etat
  • Sie sind Teil einer Gemeinschaft, der eine zukunftsfähige Ernährung und Landwirtschaft wichtig ist
  • Die Vielfalt von heimischen Lebensmitteln! Sie lernen mehr über die Zubereitung & Verarbeitung von Lebensmitteln und die tatsächlichen Kosten ihrer Produktion!

Vorteile für die Gärtnerei:

  • Gesichertes Einkommen
  • Wir wissen, für wen wir anbauen, das motiviert sehr!
  • SoLaWi ermöglicht einen bedarfsgerechten Anbau, der bewirkt, das weniger weggeworfen wird, das wirtschaftliche Risiko (Marktschwankungen, Fehlernte ...) verlagert sich von den Schultern der Gärtner*innen auf die gesamte SoLawi-Gemeinschaft.

Funktioniert die SoLaWi wie eine Abokiste?
Nein. Die Ernteteiler*innen finanzieren die Produktion und nicht die Produkte. Sie legen sich für ein Jahr fest, um den Landwirten Planungssicherheit zu geben. Geerntet wird (fast) jede Qualität, so dass auch die krummen Möhren Verwendung finden.

Funktioniert die SoLawi wie ein Selbsterntefeld?
Nein. Beim Selbsterntefeld legen die Kunden hauptsächlich selber Hand an, pflanzen, pflegen, ernten. Der größte Teil der landwirtschaftlichen Arbeit in der SoLawi wird hingegen von den Gärtnern und ihren Helfern bewältigt. Bei Arbeitsspitzen oder auch bei der Ernteverteilung gibt es aber häufig praktische Unterstützung seitens der Ernteteiler*innen.

Funktioniert die SoLawi wie eine Food Coop?
Nein. Bei einer Food Coop schließen sich Menschen zusammen, um große Mengen an Lebensmittel möglichst günstig einzukaufen.

Seit wann gibt’s die solidarische Gärtnerei Gut Bliestorf?
Die solidarische Gärtnerei wurde im März 2020 gegründet. Die Gärtnerei Gut Bliestorf wurde jedoch bereits 2009 gegründet und wird seither biologisch-dynamisch bewirtschaftet.

Wo ist die Gärtnerei und welches Einzugsgebiet hat sie?
Die Gärtnerei liegt in Bliestorf, ca. 15km südlich von Lübeck. Dort wird das Gemüse auch abgeholt. Wir möchten mit der SoLaWi v.a. Menschen ansprechen. die ca. 20 km um Bliestorf herum wohnen und sind für weitere Entwicklungen offen. Evt. können Abholdepots gegründet werden, die näher an Ihrem Wohnort sind, jedoch braucht es Menschen dafür, die uns unterstützen.

Kann ich frei auswählen welches Gemüse und wieviel ich bekomme?
Wahlmöglichkeiten wie z. B. bei der Bestellung einer Gemüsekiste gibt es nicht. Wir planen eine vielfältige und abwechslungsreiche Gemüseversorgung rund ums Jahr für 50 Menschen auf Grundlage von bestehenden SoLaWi. Was erntereif ist, wird zur Verfügung gestellt. In der Praxis wiegen wir die ganze Ernte und teilen sie durch die Anzahl der Ernteteiler*innen.

Damit wir diese Vielfalt saisonalen Gemüses erzeugen können, planen wir die Ernte und den Anbau für das ganze Jahr im Voraus. Wir bauen satzweisen an, das heißt das alle zwei Wochen gepflanzt wird, damit zu jeder Zeit genügend erntefähiges Gemüse vorhanden ist.

Kann ich auch andere Produkte wie z.B. Milch, Käse, etc. bestellen?
Die Auswahl an Gemüse und Obst wir sehr vielfältig sein, es bieten jedoch keine Zukaufprodukte. Allerdings beliefert uns ein befreundeter Hof mit frischen Bio-Eiern die Sie gerne über uns beziehen können.

Wieviel Gemüse bekomme ich mit einem Anteil?
Wir bieten von Woche zu Woche eine Vielfalt aus meistens 5 bis 7 verschiedenen Gemüsesorten (im frühen Frühjahr und im Winter etwas weniger).

Bekomme ich im Winter auch Gemüse oder wird es eine Winterpause geben?
Wir versorgen Sie das ganze Jahr mit Gemüse; die saisonalen Bedingungen bestimmen, welche Sorten verfügbar sind. Eine Pause gibt es nach Weihnachten – den Ernteausgleich dafür wird über das Jahr verteilt.

Die Gewächshäuser der Gärtnerei ermöglichen eine Verlängerung der Erntezeit in die Wintermonate hinein, so das die Ernte früher beginnen kann. Zusätzlich wird das Angebot durch Lagergemüse bereichert – Kohl, Rüben, Kürbis, etc.

Baut ihr nach Bio-Standards an?
Wir sind eine biologisch-dynamische Demeter – Gärtnerei und sind aus ganzen Herzen mit den Themen Bodenfruchtbarkeit, Pflanzengesundheit und Umweltschutz verbunden. Mehr zu dem Thema finden Sie auf der Seite Demeter

Man verpflichtet sich für ein Jahr, oder?
Genau, die Mitgliedschaft gilt immer für ein Gartenjahr (Anfang Mai bis Ende April des darauffolgenden Jahres). Zu Beginn jeden Kalenderjahres werden die Anteile neu vergeben.

Wann und wo kann ich meinen Ernteanteil abholen?

Abholtermin Ernteanteile:
Dienstags von 15.00 bis 20.00 Uhr

Abhol-Station Ernteanteile:
1. Mai bis 31. Oktober: Hofladen Gut Bliestorf, Hauptstraße 40, 23847 Bliestorf

1. Nov. bis 30. April: Gemüseputzraum Breedenhof, Kastorfer Straße 4, 23847 Bliestorf

Sollten Sie verhindert sein, organisieren Sie bitte die Abholung oder Übernahme des Ernteanteils durch Dritte.

Wird es auch Abholstationen in anderen Orten geben?
Eine Abholstation in der Innenstadt von Lübeck ist geplant. Alle Neuigkeiten darüber erfahren Sie auf dieser Seite.

Welches Engagement ist seitens der Mitglieder nötig?
Eine SoLaWi wird getragen vom Engagement der Mitglieder. Engagement ist willkommen – aber keine Pflicht. Entlang eines Spektrums von "nur" regionales Bio-Gemüse beziehen (in einem Depot abholen, selbst abwiegen, die erzeugende Landwirtschaft mitfinanzieren) bis zur aktiven Gestaltung der SoLawi (Mitarbeit auf dem Acker, Organisation der Logistik, Mitarbeit bei der IT, Begleitung von Infoveranstaltungen etc.) kann sich jede/r frei einbringen.

Wenn Sie aktiv werden möchten, schreiben Sie uns bitte an.

Ich möchte mich beim Gärtnern beteiligen, geht das?
Eine Beteiligung ist herzlich willkommen.  Jeden letzten Dienstag im Monat von April bis Oktober besteht die Möglichkeit, ab 15.00 Uhr mitzuarbeiten.

Was ist, wenn ich z.B. im Urlaub bin und das Gemüse nicht abholen kann?
Die Weitergabe des Gemüses bei Abwesenheit obliegt der Verantwortung der Abnehmer/innen. Man kann seinen Anteil an eine "Urlaubsvertretung" abgeben, z.B. an Nachbarn oder Freunde.

Der Beitrag variiert nicht mit der Anzahl der Wochen der Abnahme.
Unsere Anbauplanung sieht nicht vor, das Anteile "pausiert" werden. Die meisten Kosten werden nicht geringer, weil wir ein paar Möhren weniger anbauen. Deswegen sind wir auf kontinuierliche Finanzierung angewiesen.